Federschleierwolken über dem Jubiläumsgrat

Cumulus humilis – Schönwetterwolke

Cumulus humilis – Schönwetterwolke

Blick auf Innsbruck und das Inntal. Cumulus humilis sind die flachen Haufenwolken des Schönwetters. Sie entstehen durch Thermik: Die Sonne erwärmt den Boden, die Luft steigt auf und kondensiert in der Höhe. Die Wolken wachsen kaum in die Höhe und lösen sich meist zum Abend hin wieder auf.

Himmel mit verschiedenen Wolkenarten

Himmel mit verschiedenen Wolkenarten

Hier liegen mehrere Wolkenschichten übereinander: unten niedrige Haufenwolken, darüber ein mächtiger aufgetürmter Wolkenkörper und ganz oben eine gleichmäßig graue Schicht. Wer die Stockwerke unterscheiden kann, erkennt früh, wie sich das Wetter entwickelt, denn in verschiedenen Höhen weht der Wind oft aus verschiedenen Richtungen.

Abendrot

Abendrot

Morgen- und Abendrot sind typische Dämmerungserscheinungen, die von unserer Erdatmosphäre verursacht werden. Der Mond besitzt keine Lufthülle. Dort gibt es keine Dämmerung, sondern es wird in Sekundenschnelle stockfinster. Die rote Farbe entsteht dadurch, daß kurzwelliges, blaues Licht an Gasmolekülen und Staubpartikeln stärker gestreut wird als langwelliges, rotes. Der blaue Lichtanteil wird auf dem langen Lichtweg durch die Atmosphäre hinausgestreut, der rote bleibt übrig.

Copyright: Privater Wetterdienst Aufwind, Bernhard Gorgulla

Hochnebelfelder im Tal

Hochnebelfelder im Tal

Bei einer Inversionswetterlage sammelt sich kalte, feuchte Luft im Tal und bildet eine Nebel- oder Hochnebeldecke, während es darüber strahlend sonnig ist. Im Winter hält sich dieses Bild oft tagelang. Wer mit der Bahn nach oben fährt, lässt das Grau buchstäblich unter sich.

Federschleierwolken (Cirrus)

Federschleierwolken über dem Jubiläumsgrat
Blick auf den Jubiläumsgrat
Federschleierwolken, Blick von der Alpspitze
Blick von der Alpspitze
Federschleierwolken über Berggipfeln, Blick vom Jubiläumsgrat
Blick vom Jubiläumsgrat

Federschleierwolken, Fachname Cirrus, bestehen aus Eiskristallen und ziehen in etwa 7 bis 12 Kilometern Höhe. Ihre feinen Fasern zeigen, wie der Wind in großer Höhe weht. Verdichten sie sich nach und nach zu einem geschlossenen Schleier, kündigt das oft eine Warmfront und einen Wetterwechsel in ein bis zwei Tagen an. Die Aufnahmen entstanden im Wettersteingebirge.

Cumulus congestus im Übergang zum Cumulonimbus

Cumulus congestus im Übergang zum Cumulonimbus

Der Cumulus congestus ist die Wolke kurz vor dem Gewitter: Seine Türme ragen hoch auf und quellen blumenkohlartig auf. Wächst die Spitze weiter und vereist, wird daraus der Cumulonimbus, die eigentliche Gewitterwolke mit Schauer, Blitz und Donner.

Morgendliche Schönwetter-Stabilität

Morgendliche Schönwetter-Stabilität

Auch in den kurzen Sommernächten, soweit sie klar sind, kühlt die Luft weit genug ab, um in den Tälern und über den Niederungen Kaltluftseen entstehen zu lassen. Dabei steigt die relative Feuchte in der Luft so stark an, dass sich Dunst und oft auch Hochnebel ausbilden können. Darüber liegt klarsichtige, trockene und relativ wärmere Höhenluft.

Die rasch höher steigende Sommersonne wird die Hochnebel in kurzer Zeit auflösen und es wird am Vormittag zunächst wolkenlos sein. Durch die ungehinderte Sonnenseinstrahlung erhitzen sich die unteren Luftschichten, die jetzt noch feucht und kühl sind, kräftig. Die erwärmte Luft steigt auf, kühlt dabei ab und kondensiert dann teilweise wieder. Im weiteren Tagesverlauf ist daher mit leichter bis mäßiger Quellwolkenbildung – mit den so genannten Schonwetterwolken – zu rechnen.

Copyright: Privater Wetterdienst Aufwind, Inhaber Bernhard Gorgulla

Föhnwolke

Föhnwolke

Winter 1997, Pferschtal bei Gossensaß, Richtung Stubaier Alpen. Nach einer Schönwetterperiode hat der Wind in der Höhe auf Südwest – das ist hierzulande die Föhnrichtung – gedreht. Die Luft muß, um die Alpen zu überströmen, in die Höhe steigen, wo sie abkühlt und kondensiert. Da sie noch recht trocken ist, geschieht das zunächst nur über dem Alpenhauptkamm, also am höchsten Punkt der Überströmung in etwa 7000m Höhe.

Föhnwolken haben oft die typische Linsenform (im Volksmund: „Föhnfische“) und stehen trotz meist erheblicher Höhenwinde immer an derselben Stelle.

Copyright: Privater Wetterdienst Aufwind, Inhaber Bernhard Gorgulla

Vorwärtsstreuung

Vorwärtsstreuung

Wenn Sonnenstrahlung auf kleine Wassertröpfchen trifft – das können Dunstschichten in der Atmosphäre oder auch beschlagene Windschutzscheiben sein – wird das Sonnenlicht gestreut. Diese Streuung ist aber nicht in allen Richtungen gleich groß: Im 90°-Winkel zur einfallenden Strahlung ist sie sehr schwach, hier treten keine Blendeffekte auf. Am stärksten ist sie in der 180° Verlängerung des Sonnenlichts. Diese Streuung in Vorwärtsrichtung ruft in aller Regel massive Sichtbehinderungen hervor und blendet erheblich.

Das Bild zeigt den Übergang vom wenig beeinträchtigten 90°-Winkel zur Sonneneinstrahlung auf der linken Bildseite zur blendenden Vorwärtsstreuung auf der rechten.

Copyright: Privater Wetterdienst Aufwind, Inhaber Bernhard Gorgulla

Cumulus mediocris

Cumulus mediocris

Wächst ein Cumulus humilis weiter, wird daraus ein Cumulus mediocris. Seine Wolkentürme sind deutlich höher als bei der flachen Schönwetterform, Niederschlag fällt aber meist noch nicht. An Sommertagen zeigt er, dass die Thermik kräftiger wird.

Chaotic Sky vor Gewitter

Chaotic Sky vor Gewitter

Dunkle, tief hängende Wolken, ein Regenschleier über dem Tal und ein heller Streifen am Horizont: Hier zieht ein Gewitter heran. Wer solche Himmelsbilder erkennt, hat oft noch Zeit, Touren zu verkürzen oder rechtzeitig umzukehren.

Altocumulus im Herbst

Altocumulus über einem Gebirgstal, im Vordergrund ein Baum in Herbstfarben

Altocumulus sind mittelhohe Wolken in etwa 2.000 bis 6.000 Metern Höhe. Sie bilden Felder aus einzelnen Ballen oder Walzen und heißen im Volksmund grobe Schäfchenwolken. Im Vordergrund leuchtet ein Baum in Herbstfarben.

Alle Fotos: © Privater Wetterdienst Aufwind